Rezensionen

Klinik: Innere Medizin

Differenzialdiagnose Innerer Krankheiten – Vom Symptom zur Diagnose
Autor: Battegay (Hrsg.)
Verlag: Thieme
Auflage: 21. Aufl. 2017
ISBN: 978-3-13-344821-5
Seiten: 1352
Preis: 149,99 €
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Inhalt: sehr gut
Layout: sehr gut
Preis/
Leistung:
gut
Gesamt: sehr gut
Rezension
Das Buch stellt auf mehr als 1300 Seiten, gegliedert in sechs grob anatomisch orientierte Oberthemen mit 37 Kapiteln und vielen Unterkapiteln, die Differenzialdiagnosen der Inneren Medizin von Kopf bis Fuß dar. Jedes Oberthema, zum Beispiel "III Symptome im Bereich des Abdomens", ist unterteilt in Kapitel wie "13 Ikterus", die sich wiederum aufteilen in Unterkapitel. Die Unterkapitel "Überblick und Einteilung" sowie "Differentialdiagnostisches Management" stehen jeweils am Anfang und die für das im Kapitel abgehandelte Krankheitsbild spezifischen Unterkapitel, in denen die einzelnen Diagnosen betrachtet werden, folgen.
+
Wer "Differenzialdiagnose Innerer Krankheiten" aufschlägt, der stößt schon auf der Innenseite des Einbands auf das erste Plus: Auf der verlagseigenen Internet-Plattform ist das Buch (nach Registrierung) für den Besitzer hinterlegt. Man braucht also das Buch nicht bei sich haben, um etwas von ihm zu haben. Bei einem derart umfangreichen, sprich schweren, Buch ist das ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Noch vor dem Inhaltsverzeichnis steht das Abkürzungsverzeichnis, das auf einer Länge von mehr als sechs Seiten mehrere hundert Abkürzungen enthält – wichtig, da kaum jemand alle diese Abkürzungen wirklich im Kopf haben wird.
Zu den Kapiteln: Am Anfang jeden Kapitels steht der "Differentialdiagnose-Navigator", in dem allgemein auf die Leitsymptome, Einteilungsschemata und nötige Diagnostik eingegangen wird sowie mögliche Ursachen und Notfälle des Themenkreises graphisch bzw. tabellarisch vorgestellt werden. Dieser "Differentialdiagnose-Navigator" ermöglicht einen schnellen Einblick in das gewünschte Thema, ohne dabei sehr tief ins Detail zu gehen und könnte in dieser Form aus einem Kurzlehrbuch stammen, was für den Lesefaulen sehr angenehm ist. Wem selbst das zu viel Text ist, der der kann sich an die vielen blau hinterlegten Kästen im Buch halten. In ihnen werden "Kernpunkte" (am Anfang jedes Kapitels), "Definitionen und Pathophysiologie" und "Wissenswertes" besonders hervorgehoben. Die Informationen, die man wirklich kennen sollte, werden in "Merke"-Kästen präsentiert. Weiterhin werden die angebotenen Informationen in vielen Tabellen dargestellt sowie durch Flussschemata untermalt. Diese Bereitschaft, in einem großen Fachbuch die wichtigsten Dinge nochmals so einzudampfen, dass es niemanden viel Zeit kostet, sich wenigstens einen groben Überblick zu verschaffen, vermisst man in manch anderem Buch. Anschaulich gemacht werden die verschiedenen Krankheitsbilder durch zahlreiche Fotos und Abbildungen.
Wem die Informationen, die dieses Buch bereit hält, noch nicht ausreichen, für den steht das Literaturverzeichnis für das vorangehende Kapitel immer direkt im Anschluss an den letzten Punkt des Kapitels. Man muss also nicht lange in einem zentralen Verzeichnis nach dem suchen, was einen jetzt gerade interessiert.
Die Inhaltsfülle des Buches macht es etwas unhandlich, so dass es schwierig ist, es sich es sich als Helfer im Klinikalltag vorzustellen, sondern eher als Nachschlagewerk nach getaner Arbeit. Nach der Arbeit allerdings noch mehr als ein Kapitel dieses Buches zu lesen, wird aufgrund der detaillierten Darstellungen und der mitunter anspruchsvollen Sprache anstrengend sein.
Leider sind viele der Tabellen sehr textlastig, was auf Kosten der Übersichtlichkeit geht, Schlagwörter fett zu drucken oder die Tabellen dezent zweifarbig zu gestalten, würde diesen Eindruck vielleicht etwas mindern.
Fazit
Bei "Differenzialdiagnose Innerer Krankheiten" handelt es sich nicht um ein Buch für absolute Einsteiger in die Innere Medizin. Wer allerdings eine Grundidee von dem Fach hat und sich weiterbilden will, der ist mit diesem Buch richtig. Es handelt sich in erster Linie um ein Nachschlagwerk und ist aufgrund seiner Detailfülle eher für Ärzte und interessierte Studenten als für Examensorientierte geeignet.
Zielgruppe
Ärzte, evtl. interessierte Studenten
Relevanz für das Studium an unserer Fakultät
Das Buch ist nicht als Lehrbuch für Klausuren geeignet, eher als ergänzendes Nachschlagwerk für Interessierte.
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